Artikel: Die richtige Tattoo-Pflege nach dem Stechen ✓ | 10 Tipps

Die richtige Tattoo-Pflege nach dem Stechen ✓ | 10 Tipps
So heilt dein neues Tattoo perfekt ab
Du hast dir ein perfektes Tattoo stechen lassen und möchtest, dass das Meisterwerk dauerhaft so gut aussieht wie am ersten Tag? Die richtige Tattoopflege (Aftercare) ist entscheidend. Wenn du die Heilungsphase vernachlässigst, riskierst du nicht nur Entzündungen, sondern auch verblasste Farben und unscharfe Linien.
Damit dein Tattoo strahlend schön bleibt, haben wir die 10 wichtigsten Tipps zur Wundversorgung, Hygiene und zum Lifestyle für dich zusammengefasst.
Das Wichtigste in Kürze
Hygiene ist das A und O: Wasche dir immer die Hände, bevor du dein frisches Tattoo berührst.
- Atmungsaktivität: Verzichte auf Frischhaltefolie und nutze medizinische Schutzpflaster wie die TattooMed Protection Patches & Filme
Geduld: Die oberflächliche Heilung dauert ca. 3 Wochen. Vollständig regeneriert ist die Haut nach 4–6 Monaten.
Die No-Gos: Kein Kratzen, keine Sonne, kein Solarium, kein Schwimmbad und keine Sauna in den ersten Wochen.
Pflege: Nutze spezialisierte Produkte (z. B. TattooMed After Tattoo), keine herkömmlichen Drogerie-Cremes auf offenen Wunden.
Phase 1: Die ersten 48 Stunden (Akutphase)
Direkt nach dem Stechen ist dein Tattoo eine offene Wunde. Es ist völlig normal, dass die Stelle brennt, rot ist, leicht anschwillt oder Wundwasser austritt. Jetzt braucht dein Körper Ruhe und Hygiene.
Tipp 1: Der richtige Wundschutz (Weg mit der Frischhaltefolie!)
Dein Tätowierer deckt das frische Tattoo meist direkt ab, damit du sicher nach Hause kommst. Oft wird dafür noch klassische Frischhaltefolie verwendet. Unser Experten-Rat: Nutze Frischhaltefolie wenn überhaupt nur für den kurzen Heimweg und entferne sie so schnell wie möglich. Im Idealfall nutzt dein Tätowierer eine medizinisches Wundschutzpflaster.
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Das Problem bei Frischhaltefolie: Sie ist luftundurchlässig. Unter der Folie staut sich Hitze und Wundwasser. Es entsteht ein feuchtes "Gewächshaus-Klima" – der ideale Brutplatz für Bakterien und Entzündungen. Zudem verrutscht sie nachts oft.
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Die hygienische Lösung (Medical Healing): Für eine sichere Wundheilung solltest du unbedingt auf ein atmungsaktives Medizinprodukt wie den TattooMed Protection Patch oder Protection Film wechseln.
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Dieser "Second Skin" Film lässt die Wunde atmen, ist aber wasserfest und hält Keime sicher draußen.
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Du kannst ihn bis zu 5 Tage auf der Haut lassen und hast sofort Ruhe vor Wundwasser, Verkleben und Schmutz.
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Tipp 2: Die erste Reinigung
Sobald du den Patch/Film wechselst oder ihn vollständig abziehst muss dein Tattoo gereinigt werden:
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Hände waschen: Niemals mit schmutzigen Händen an die Wunde!
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Abwaschen: Nutze lauwarmes Wasser und eine pH-neutrale Waschlotion wie das TattooMed Cleansing Gel oder die professionelle, alkoholfreie Sofort-Reinigung, das TattooMed Tattoo Finish
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Vorsicht: Wasche den Schmierfilm (Farbe/Blut) sanft mit der flachen Hand ab. Nicht rubbeln!
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Trocknen: Tupfe das Tattoo mit einem fusselfreien Papiertuch (Küchenrolle) trocken. Verwende auf keinen Fall ein Handtuch, da darin Bakterien lauern und Fussel in die Wunde gelangen können.

Tipp 3: Die erste Nacht & Schlafposition
Die erste Nacht ist oft ungewohnt. Achte darauf, dass du nicht direkt auf dem frischen Tattoo liegst. Druck verschlechtert die Durchblutung.
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Bettwäsche: Beziehe dein Bett frisch. Achtung: Wenn du keinen Protection Patch trägst, kann das Tattoo in der ersten Nacht noch Farbe "bluten" – nimm also nicht deine teuerste weiße Bettwäsche.
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Kleidung: Trage lockere Kleidung, die nicht einschnürt.
Phase 2: Tag 3 bis 21 (Regenerationsphase)
Ab dem dritten Tag beginnt oft die Trockenphase. Die Haut spannt, pellt sich und juckt. Jetzt ist die richtige Feuchtigkeitspflege entscheidend.
Tipp 4: Richtig eincremen ("Less is more")
Viel hilft nicht immer viel. Wenn du das Tattoo "überpflegst" (zu dick eincremst), weicht die Haut auf und kann nicht atmen.
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Benutze eine spezialisierte Creme wie die TattooMed After Tattoo. Sie spendet Feuchtigkeit und hilft, durch den hohen Panthenol-Anteil, der Haut, sich zu regenerieren.
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Trage die Creme dünn auf und massiere sie sanft ein.
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Wiederhole das ca. 2–4 Mal täglich, sobald die Haut spannt.

Tipp 5: Juckreiz & Krustenbildung (Niemals kratzen!)
Wenn sich die Haut erneuert (Silberhaut bildet sich), juckt es oft höllisch. Das ist ein gutes Zeichen für die Heilung, aber: Kratzen ist streng verboten! Wenn du kratzt oder die Kruste abknibbelst, ziehst du Farbpigmente aus der Haut. Das Ergebnis sind Löcher im Motiv und Narben.
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Was hilft? Sanftes Eincremen oder vorsichtiges, flaches Klopfen auf die Stelle lindert den Juckreiz.
Tipp 6: Die richtige Kleidung (Loose Fit)
Vermeide in den ersten 2 Wochen enge Jeans, BH-Träger oder Bündchen, die direkt auf dem Tattoo reiben. Reibung zerstört die frische Hautschicht.
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Setze auf Baumwolle und atmungsaktive Stoffe.
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Synthetikstoffe fördern das Schwitzen, was Bakterienbildung begünstigt.
Phase 3: Lifestyle & Alltag
Was darf ich und was nicht? Hier sind die häufigsten Fragen geklärt.
Tipp 7: Sport & Schweiß
Schweiß ist aggressiv und Bakterien lieben das feucht-warme Klima.
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Die Regel: Mache mindestens 10 Tage Pause von schweißtreibendem Sport.
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Die Bewegung und Dehnung der Haut (z.B. beim Krafttraining) kann zudem zu Rissen in der Kruste (Blowouts) führen.
Tipp 8: Duschen, Baden & Sauna
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Duschen: Ja, aber kurz und nicht zu heiß. Nutze pH-neutrale Seife und lass keinen harten Wasserstrahl direkt auf das Tattoo prasseln.
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Baden: Nein. Vollbäder weichen die Wunde auf.
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Schwimmen & Sauna: Absolutes Tabu für mindestens 3 Wochen. Chlorwasser, Salzwasser und Bakterien in Seen/Schwimmbädern sind Gift für offene Wunden (Infektionsgefahr!).
Tipp 9: Sonne & Solarium
UV-Strahlung ist der größte Feind deines Tattoos – frisch wie alt.
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Frisches Tattoo: Kein direktes Sonnenlicht und kein Solarium für 6–8 Wochen. Die Haut hat keinen eigenen UV-Schutz mehr und verbrennt sofort.
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Die Lösung: Wenn sich Sonne nicht vermeiden lässt, nutze unsere TattooMed Protection UV Patches (Milky), die 98% der Strahlen blocken.
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Abgeheiltes Tattoo: Nutze immer Lichtschutzfaktor (z.B. TattooMed Sun Protection LSF 50), damit die Farben über die Jahre nicht verblassen.
Tipp 10: Ernährung & Alkohol
Dein Körper leistet Schwerstarbeit bei der Heilung. Unterstütze ihn dabei!
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Alkohol: Verzichte in den ersten Tagen auf Alkohol, da er das Blut verdünnt (Nachbluten!) und das Immunsystem schwächt.
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Ernährung: Vitaminreiche Kost und viel Wasser trinken helfen deiner Haut, sich schneller zu regenerieren.
Langzeitpflege: Damit die Farben knallen
Nach ca. 3 Wochen ist die Oberfläche verheilt. Aber wusstest du, dass die Haut bis zu 6 Monate braucht, um sich in der Tiefe komplett zu regenerieren?
Damit dein Tattoo auch nach Jahren noch aussieht wie neu, solltest du es täglich pflegen. Trockene Haut lässt Tattoos grau und stumpf wirken (der "Grauschleier"-Effekt). Mit der TattooMed Daily Tattoo Care oder dem TattooMed Daily Oil Spray hältst du die Farben leuchtend und die Konturen scharf.

FAQ: Häufige Fragen zur Tattoopflege
Wie lange dauert die Heilung? Oberflächlich ist die Haut meist nach 2–3 Wochen verschlossen. Der tiefere Heilungsprozess dauert je nach Körperstelle und Immunsystem bis zu 6 Monate.
Was tun bei extrem trockener Haut? Wenn du generell zu trockener Haut neigst, creme lieber einmal öfter dünn nach, als eine dicke Schicht aufzutragen. Produkte mit Panthenol und Vitamin E unterstützen hier besonders gut.
Darf ich Vaseline benutzen? Wir raten davon ab. Vaseline ist ein reines Fettprodukt auf Erdölbasis. Sie verstopft die Poren, lässt die Haut nicht atmen und kann dazu führen, dass das Tattoo aufquillt. Nutze lieber atmungsaktive Spezialcremes.
Du willst genau wissen, welches Produkt zu deiner Heilungsphase passt? Schau dich in unserem Shop um oder folge uns auf Instagram.
