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Welche gesetzlichen Regelungen gibt es für die Tattoobranche?

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Es gibt kaum gesetzliche Regelungen und Vorschriften

 

Welche gesetzlichen Regelungen gibt es für die Tattoobranche?

Die meisten gewerblichen Tattoo-Studios achten penibel auf Sauberkeit und stellen nur erfahrene Künstler ein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es für die Tattoo-Branche kaum gesetzliche Regelungen und Vorschriften gibt. Jeder darf sich eine Tattoo-Maschine kaufen und sich selbst oder Freunde tätowieren. Fallen "Wohnzimmer-Tätowierer" auf, haben sie ausschließlich Mahnungen wegen des unangemeldeten Gewerbes zu befürchten. Die Branche bietet also reichlich Platz für schwarze Schafe. Politiker wie die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU Gitta Connemann wollen mit neuen Gesetzesentwürfen eine sichere Basis für Tätowierer und Kunden schaffen. Welche Gesetzeslücken diese Entwürfe schließen könnten, erfährst Du hier.

Tätowierer als Ausbildungsberuf?

Um Tätowierer werden zu können, brauchen Anfänger nichts weiter als ein Gesundheitszeugnis und das nötige Equipment. In Deutschland existieren keine offiziellen Zertifikate oder andere bindende Vorschriften zur Ausübung des Berufes. Branchenintern sind sich alle namhaften Künstler in diesem Punkt einig: Kunden sollten nur von erfahrenen Tätowierern gestochen werden! Die Übungsphase vor dem ersten Kundentattoo ist für Anfänger in namhaften Tattoo-Studios glücklicherweise auch ohne gesetzliche Vorgaben lang und beschwerlich. Regelmäßige gesundheitliche und technische Schulungen gehören für Tätowierer mit professionellen Mentoren zum Ausbildungsalltag.

Was tut die Tattoo-Branche zur Sicherung der Ausbilung?

  • Hygiene- und Gesundheitsschulungen für Anfänger.
  • Studiointerne Ausbildung mit Übungshäuten.
  • Studiointerne Prüfungen für angehende Tätowierer.
  • Gesundheitswissenschaftliche Fortbildungen für erfahrene Tätowierer.
 
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Üben vor dem ersten Kundentattoo

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Wähle ein Studio, das lange im Geschäft ist

Verbraucherschutz für Tattoo-Kunden?

Kunden können Tattoos offensichtlich nicht umtauschen oder reklamieren. Unprofessionellen Tätowierern können massenweise Fehler unterlaufen, die ihre Kunden danach selbst ausbaden müssen. Bei technischen Fehlern und künstlerischen Ausrutschern sind Kunden nicht gesetzlich geschützt. Erschreckend häufig lassen sich Kunden auch Tattoos mit Rechtschreibfehlern und vergessenen Buchstaben stechen. Solche Fehler sind oft nur mit teuren Laserbehandlungen rückgängig zu machen, für die Tätowierer keine Kosten übernehmen müssen.

Tätowierer haften darüber hinaus nicht für gesundheitliche Nebenwirkungen nach dem Stechen – zeigt die Haut allergische Reaktionen oder wird die Farbe nach dem Stechen abgestoßen, trägt wieder allein der Betroffene die Verantwortung. Das gilt leider auch für Nebenwirkungen, die sich durch Fehler beim Tätowieren ergeben, zum Beispiel durch zu hartes oder zu leichtes Aufdrücken der Nadeln oder durch minderwertige Tattoo-Maschinen.

So kannst Du Risiken beim Tätowieren minimieren:

  • Wähle nur renommierte Studios und Tätowierer mit Erfahrung.
  • Führe vor dem Stechen großer Motive einen Hauttest durch.
  • Wende nach jedem Tattoo-Termin medizinische Pflegeprodukte an und halte Dich an die Verhaltensregeln des Studios.
  • Prüfe die Vorzeichnung auf der Haut vor dem tatsächlichen Stechen ganz genau!

Wer darf Laser-Behandlungen durchführen?

Wenn Dir doch ein Tattoo-Fail unterläuft und Du eine unangenehme Erinnerung auf der Haut entfernen lassen willst, kommt nur eine Laser-Behandlung in Frage. Aktuell wird die Behandlung in fast jedem größeren Kosmetikstudio angeboten. Ab 2020 tritt deshalb eine kürzlich beschlossene Verordnung in Kraft, die die Laser-Behandlung von Tätowierungen nur für Dermatologen und Ärzte mit entsprechenden Fortbildungen erlaubt. Künftig dürfen Laser-Behandlungen also nur noch von studierten Medizinern angewandt werden. Das hebt zwar den Preis, gesundheitliche Risiken für Betroffene werden so jedoch deutlich minimiert.

Politiker mischen sich ein

Zu einem gewissen Teil scheint die Einmischung der Politik in die Tattoo-Branche durchaus sinnvoll zu sein. Manche Politiker schießen jedoch über das Ziel hinaus: Gitta Connemann zum Beispiel fordert ein Verbot von spontanen Tattoos. Ihrer Meinung nach müssten vor allem Jugendliche durch eine Beratungs- und Wartepflicht für Tattoos vor verheerenden Tattoo-Entscheidungen geschützt werden. Ob diese Idee in Zukunft wirklich als Gesetz verabschiedet wird, ist jedoch fraglich. Kleine Dummheiten wie unschöne Tattoos sind schließlich nicht gemeingefährlich und gehören zur persönlichen Entfaltung dazu. Sinnvoll könnte jedoch die Anhebung des Mindestalters von 18 auf 21 Jahre sein. Auch Tätowierungen mit sogenannten "Elternzetteln" für Minderjährige werden auf politischer Ebene diskutiert – seriöse Tätowierer machen diese ungeschriebenen Gesetze bereits seit Jahren zur Hausregel und tätowieren prinzipiell keine Teenager.

Gesundheitsrisiko Tattoo-Farbe

Neben solch mehr oder weniger sinnvollen Gesetzesentwürfen macht sich die Politik außerdem für die dermatologische Forschung im Bereich der Tattoo-Kunst stark. Die Inhaltsstoffe zahlreicher Tattoo-Farben sind noch nicht hinreichend erforscht. Bereits seit 2009 gibt es in Deutschland eine verbindliche Tätowiermittel-Verordnung, die die Nutzung von Tattoofarben mit nachweislich schädlichen und krebserregenden Stoffen verbietet. Diese Liste deckt nur einen kleinen Teil möglicher schädlicher Inhaltsstoffe ab und gewährleistet noch lange keine unbedenklichen Farben. Generell gilt: Keine Tattoofarbe ist zu 100 % unbedenklich! Langzeit-Studien zu einzelnen Farben sind aktuell nicht vorhanden. Weitere Verordnungen und Maßnahmen zur Analyse und Verbesserung der Zusammensetzung von Tattoo-Farben sind deshalb dringend nötig.

Tipps zum Schutz vor minderwertigen Tattoo-Farben:

  • Vor der ersten Sitzung bei einem neuen Tätowierer genau nach, welche Farben der Künstler nutzt.
  • Billig-Tattoos werden nie mit hochwertiger Farbe gestochen. Vorsicht bei Sonderangeboten!
  • Wähle ein Tattoo-Studio, das schon lange im Geschäft ist.
  • Informiere Dich im Internet über den Hersteller Deiner Tattoo-Farben.





Tags: Rechtliches
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