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Tätowierte Biosensoren - Tattootinte als Indikator für Veränderungen im Körper

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Wie könnte ein Biosensor-Tattoo aussehen?

Tätowierte Biosensoren – Tattootinte als Indikator für Veränderungen im Körper

Ein Tattoo als Biosensor: Stell Dir vor, Dein Tattoo könnte anhand von Stimmung, Körpertemperatur, pH-Wert oder Blutzuckerspiegel die Farbe wechseln. Ist das ein futuristischer Traum für Biohacker oder könnte die Technik tatsächlich irgendwann das Leben von Diabetikern erleichtern und die Tattoowelt revolutionieren? Bisher ist die Idee leider noch nicht marktreif, Forscherteams an der Technischen Universität München, am MIT und an der Harvard University haben den Grundstein für die Technik bereits gesetzt. Wie Tinte mit Farbwechseln möglich sind und warum so ein Tattoo besonders im medizinischen Bereich relevant werden könnte, erklären wir kurz:

So funktionieren Tattoos mit Biosensoren

Diabetes ist eine weit verbreitete Volkskrankheit. Betroffene müssen ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig messen und bei zu niedrigem Spiegel schnell gegensteuern. Bisher ist dazu ein Pieks in den Finger mit einem speziellen Messgerät notwendig. Die sogenannte Dermal Abyss Ink übernimmt diese Funktion und enthält Biosensoren, die Veränderungen in der Gewebeflüssigkeit der Zellen anzeigen kann. Wie ein normales Tattoo werden die farbigen Sensoren in die Dermis eingebracht. Jeder metabolische Wert wird mit einem anderen Farbindikator angezeigt:

Welche Werte können vom Tattoo gemessen werden?

  • pH-Sensor: von pink bis lila
  • Glucose-Sensor: von blau bis braun
  • Sodium-Sensor: flouresziert unter UV-Licht stärker oder schwächer
  • Albumin-Sensor: von gelb bis grün

Tattoos statt Wearables

Tragbare Technologien zur Überwachung von Körperfunktionen, sogenannte Wearables, könnten Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes künftig helfen, ihren Alltag normaler zu gestalten und frühzeitig vor Risiken gewarnt zu werden. Wie der Name schon sagt, werden Wearables dauerhaft getragen und müssen schonend behandelt werden. Ein Biosensor als Tattoo kann nicht durch Beschädigungen, Nässe oder andere Einwirkungen zerstört werden. Darüber hinaus sind Tattoos nach dem Stechen nicht mehr spürbar – gegenüber klassischen Wearables bringen Tattoos mit Biosensoren also einige Vorteile mit sich.

Mögliche Nachteile von Biosensor-Tattoos

  • Bisher sind die Farbabstufungen der einzelnen Sensorwerte noch zu ungenau, um sie für medizinische Zwecke einzusetzen. Wird einem Diabetiker beispielsweise ein niedriger Blutzucker ohne genaue Werte angezeigt, könnte es schon zu spät sein, um ohne Hilfe Gegenmaßnahmen einleiten zu können.
  • Die Hautverträglichkeit wurde bisher nur auf Schweinehaut getestet. Um die Sensoren auf dem Markt verbreiten zu können, halten die Entwickler Tierversuche für nötig. Welche Alternativen für Tierversuche in der Wissenschaft es bereits gibt, erfährst Du hier.
  • Um die Langzeitwirkung der Indikatorfarben zu testen, wird die Forschung noch mindestens 10 Jahre benötigen. Die Biosensor-Tattoos bleiben also vorerst noch Science Fiction.

Welche Werte können theoretisch über die Haut gemessen werden?

  • EKG
  • Herzfrequenz
  • Atemfrequenz
  • Temperatur der Haut
  • Schrittzähler
  • Glucose
  • pH-Wert
  • Feuchtigkeit
  • Hormonwerte
  • Albumin

Das Biosensor-Tattoo als Körperschmuck

Für Diabetiker und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die ständig überwacht werden müssen, wäre ein Biosensor in Form eines schönen Tattoos sicher eine schöne Alternative zu bisherigen Messmethoden. Aber was ist mit gesunden Menschen? Könnten Tattoofarben mit Flip-Flop-Lack-Effekt bald in jedem Tattoostudio Einzug halten und ganz neue Trends anstoßen? Theoretisch steht Tattoofarben mit Farbwechsel nichts im Wege. In der Praxis gibt es natürlich eine Tattoowiermittelverordnung in Deutschland, die glücklicherweise verhindert, dass experimentelle Stoffe unter die Haut gestochen werden. Wenn Du Dir ein Tattoo wünschst, das sich entsprechend Deiner Laune oder Deiner körperlichen Befindlichkeit verändert, wirst Du Dich noch ein paar Jahre gedulden müssen.

Wie könnte ein Biosensor-Tattoo aussehen?

  • Spacetattoos sind ein neuer Trend: Planeten, Galaxien und Sternencluster können mit wechselnden Farben natürlich noch bunter und farbenfroher gestaltet werden.
  • Diabetiker und Biohack-Fans könnten ihre Werte künftig von bunten Mandalas ablesen.
  • Auch mechanische Motive mit Farbwechseln wären theoretisch denkbar.
  • Leider sind Farbverläufe bei der Biosensor-Technik nicht möglich, das Indikator-Motiv sollte also möglichst einfach gestaltet sein.
  • Tattoos für medizinische Zwecke sollten immer einfarbig gestaltet werden und nicht mit schwarzen Konturen umrahmt werden. So lassen sich Ergebnisse unverfälscht ablesen.

Alternativen zum Biosensor-Tattoo

Neben Biosensor-Tattoos werden aktuell zahlreiche verschiedene Wearables und Techniken zur Überwachung der Körperfunktion getestet. Einige Produkte wie das intelligente T-Shirt mit integriertem EKG sind schon heute auf dem Markt erhältlich. Auch an Indikator-Pflastern wird gearbeitet. Für Patienten, die ihre Werte nur temporär überwachen müssen, sind diese flexiblen Lösungen möglicherweise reizvoller als ein Tattoo, das lebenslang unter der Haut bleibt und seinen Träger eventuell an eine schlechte Zeit erinnert, die er lieber vergessen möchte.

Fazit: Tattoos mit Biosensoren sind möglich!

  • Momentan werden Biosensor-Tattoos nur im Labor eingesetzt. Bis sie zum Alltag von Diabetespatienten gehören, wird es noch einige Jahre brauchen.
  • Kosmetische Tattoos mit Biosensoren werden möglicherweise schon früher zum fragwürdigen Trend. Bis unbedenkliche Biosensor-Farbe auf dem Markt erhältlich ist, wird es allerdings ebenfalls noch eine Weile dauern.
  • Keine Experimente! Lasse Dir keine fragwürdigen Stoffe unter die Haut stechen, solange diese nicht getestet und zertifiziert werden.
  • Farben mit Farbwechseln sind nichts für Tierfreunde: Für die Entwicklung werden höchstwahrscheinlich zahlreiche Tierversuche von verschiedenen Institutionen durchgeführt werden.

 

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