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Irezumi – Was steckt hinter der traditionellen japanischen Tattookunst?

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Tattoos sind in Japan seit tausenden von Jahren Teil der Kultur.

Irezumi – Was steckt hinter der traditionellen japanischen Tattookunst?

Tätowierungen haben in Japan eine lange Tradition – bisher ranken sich viele Sagen um die traditionelle japanische Tattookunst, in Japan als Irezumi bekannt. Wenn Du ein Japan-Fan bist und Krieger, Raubtiere oder schöne Frauen im Irezumi-Style unter der Haut tragen möchtest, solltest Du Dich genau über die Herkunft und die Bedeutung der traditionellen Motive informieren. Was Du bei der Suche nach passenden Künstlern und Motiven beachten solltest, erfährst Du in unserem hilfreichen Irezumi-Ratgeber.

Bezeichnungen für Tattoos in Japan

  • irezumi (入れ墨) – Bedeutet wörtlich übersetzt "Tinte einbringen" und ist bis heute die gängigste Bezeichnung für Tattoos in Japan.
  • bunshin (文身) – Wörtlich übersetzt "Körper bemustern"; die Schriftzeichen können ebenfalls als "irezumi" vorgelesen werden.
  • shishei (刺青) bedeutet wörtlich übersetzt "mit Blau durchstechen". Die Bezeichnung geht auf die traditionelle Nara Tinte zurück, die sich unter der Haut blau färbt.
  • gei (黥) ist eine weitere (moderne) Bezeichnung für das Tätowieren.
  • horimono (彫り物) ist neben irezumi eine der gängigsten Bezeichnungen für Tattoos. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff "Schnitzung" und geht auf die Verbindung zwischen Holzschnitten und Tattoos in Japan zurück.
  • In Japan werden Tattookünstler heute horishi genannt.

Die Geschichte von Irezumis kurz erklärt

Tattoos sind in Japan seit tausenden von Jahren Teil der Kultur. Die ältesten Nachweise gehen bis 4500 Jahre vor Beginn unserer christlich geprägten Zeitrechnung zurück. Schon damals trugen japanische Ureinwohner, die Ainu, Anci-Piri Kunst als Auszeichnungen auf der Haut. Ab dem 5. Jahrhundert wurden Tätowierungen verbreitet zur Brandmarkung von Kriminellen genutzt und nur von Außenseitern der Gesellschaft und von Händlern aus dem Ausland geschätzt.

 
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Irezumis werden stets unter Kleidung versteckt.

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Sie wurden früher mit traditionellen Nadeln gestochen.

Prunkvolle Schnitzungen

Traditionelle Motive, wie wir sie heute kennen, entstanden vermutlich im 14. Jahrhundert nach der Veröffentlichung des sehr populären chinesischen Buches Suikoden. Das Buch erzählt heroische Geschichten rund um Kriegshelden, die Muster mit Tigern, Drachen und mythischen Wesen auf den Armen und dem Oberkörper tragen. Die aus Holzschnitten gefertigten Illustrationen im Buch dienten als Vorlagen für die ersten horimonos – Holzschnittkünstler übertrugen ihre Technik vom Holz auf die Haut und "schnitzten" großflächige Motive mit angespitzten Bambusstäben und kohlebasierter Farbe in Arme, Beine, Rücken oder Oberkörper. Es wird vermutet, dass dieser Trend in der japanischen Oberschicht als Statussymbol diente, da ein öffentliches prunkvolles Auftreten für Reiche gesetzlich verboten war.

Das klassische Yakuza-Tattoo

In den 1870ern versuchte die japanische Regierung das internationale Image des Landes zu verbessern. Die Irezumi-Kunst wurde offiziell verboten und Tattoos gerieten stark in Verruf. Das änderte sich auch nach der Aufhebung des Verbotes im Jahr 1948 nicht. Die Irezumi-Kunst wurde zum stolzen Erkennungszeichen der Schmuggler und Spieler – Mitglieder der berüchtigten Yakuza-Clans tragen bis heute großflächige Irezumis, die nach speziellen Regeln gestochen werden und bei vielen den gesamten Körper zieren. Bis heute kann es in Teilen Japans vorkommen, dass man in öffentliche Bäder nicht mit Tätowierungen reingelassen wird.

Traditionelle Tattoos mit traditionellen Regeln

  • Irezumis werden stets unter Kleidung versteckt.
  • Sie wurden früher mit traditionellen Nadeln gestochen (heute sehr selten).
  • Die Motive werden vom Künstler gewählt oder (in Yakuza-Kreisen) durch Taten verdient.
  • Anstelle von schwarzen Konturen und Schattierungen verwenden moderne horishi blaue Farbe, um den Farbton der traditionellen Nara Tinte zu treffen. Irezumi-Träger bleiben ihr ganzes Leben lang einem Künstler treu, der sein Ganzkörper-Motiv im Laufe der Zeit erweitert und bei der Fertigstellung signiert.

Kein gewöhnliches Tattoo

Wenn Du von der japanischen Tattookunst und ostasiatischen Sagen und Mythen begeistert bist, möchtest Du vielleicht Dein eigenes Irezumi unter der Haut tragen. Dabei musst Du dich natürlich nicht an jede der oben aufgeführten Regeln halten oder gar Mitglied der Yakuza sein. Trotzdem solltest Du die Traditionen respektieren und Dich mit der dahinterstehenden Kultur auseinandersetzen, bevor Du Dir eines der bedeutungsträchtigen Motive unter die Haut stechen lässt. In Japan haben Tattoos im Allgemeinen einen schlechten Ruf und bringen einige Einschränkungen mit sich. Wenn Du das Land als Tourist besuchst, versuche Dein Irezumi nicht öffentlich zu zeigen. Landsleute könnten sich sonst beleidigt fühlen.

Wie bekomme ich ein authentisches Irezumi?

  1. Künstler finden
    Horishi arbeiten in Japan fast ausschließlich in der Nähe von internationalen Militärstützpunkten oder in Tokyo, da die meisten Kunden aus dem Ausland stammen. Im ganzen Land gibt es etwa 300 Tattookünstler, von denen nur wenige die traditionellen Bambuskeile mit Nadeln zum Stechen nutzen. Horiyoshi III ist einer der bekanntesten aktiven Tattookünstler aus Japan, dessen Arbeit sich auf traditionelle Irezumis konzentriert.
  2. Geduld haben
    Das Stechen eines kompletten Sleeves dauert auch bei wöchentlichen Sitzungen drei bis sechs Jahre. Tätowierte Partien müssen vollständig abheilen, bevor sie mit neuer Farbe erweitert werden können. Ein buntes Ganzkörper-Tattoo im aufwendigen Irezumi-Stil kann bis zu 40000 Euro kosten.

Typische Motive der japanischen Tattookunst

  • Krieger (auch als Horror-Version mit abgetrennten Gliedern).
  • Drachen und Figuren der ostasiatischen Mythologie.
  • Wellen und Wolken.
  • Kirsch- und Lotusblüten.
  • Raubtiere (Wolf, Tiger, Schlange).
  • Geishas.
  • Kriegsszenerien.

 

Tags: Tattooarten
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